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Katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus Wolbeck

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Informationen zur Gemeindefusion: Bitte hier klicken







Für die Fusion gibt es noch viele offene Fragen

Wer? Wie? Was?

Seit dem 18. Juni letzten Jahres ist es amtlich: Die vier katholischen Kirchengemeinden in Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck werden im Jahr 2012 zu einer neuen Pfarrgemeinde zusammengeschlossen.

 

Klar ist: die neue Gemeinde mit den vier ehemals selbstständigen Gemeindeteilen mit ihren Verbänden, Gruppen und zahlreichen Schwerpunkten braucht eine andere Struktur,als wir sie aus den vier Gemeinden kennen. Dazu, wie wir zu dieser neuen Struktur gelangen, gibt es zahlreiche Ideen und Meinungen und einige wenige Vorgaben der Bistumsleitung. Einen Masterplan gibt es nicht. Mit der Ankündigung der Fusion sprach der damalige Weihbischof Overbeck die Empfehlung aus, für die Gestaltung des Fusionsprozesses eine Steuerungsgruppe einzurichten und den Prozess durch die Fachstelle Gemeindeberatung begleiten zu lassen. Aus diesem Grund nahmen die Pfarrer und Pastoralreferenten der vier Gemeinden, die sich ca. alle sechs bis acht Wochen zum regionalen Dienstgespräch treffen, Kontakt mit der Fachstelle Gemeindeberatung auf. Mittlerweile haben drei Treffen mit Mitarbeitern der Gemeindeberatung stattgefunden, bei denen es vornehmlich um die Frage ging, welche ersten Schritte notwendig sind, wie der Fusionsprozess begleitet werden kann und welche Vorgaben es von Seiten der Bistumsleitung gibt. Ein großes Einvernehmen besteht im regionalen Dienstgespräch darüber, dass die von den Gemeindemitgliedern gewählten Vertreter in den Pfarrgemeinderäten undKirchenvorständen eine wichtige Rolle in den Entscheidungsprozessen spielen sollen und müssen; – und dass für die Vorbereitung der Fusion ein hohes Maß an Transparenz notwendig ist. Daher sollen an dieser Stelle anhand von Stichpunkten offene Fragen und feststehende Rahmenbedingungen für die nächsten Monate zusammengefasst werden:

Moderator

Pfarrer Robert Mensinck (St. Ida) wurde zum Moderator des Fusionsprozesses ernannt. Er hat die Aufgabe, die Fäden im Fusionsprozess innerhalb der Pfarreiengemeinschaft zu bündeln und als Ansprechpartner für die Bistumsleitung zur Verfügung zu stehen. Die Rolle des Moderators ist ausdrücklich keine Vorentscheidung über das Amt des künftigen Pfarrers der neuen Gemeinde.

Steuerungsgruppe

Dreh- und Angelpunkt des Fusionsprozesses wird die Steuerungsgruppe sein. Ihre Aufgabe ist es, den Prozess der Zusammenführung am Laufen zu halten. Aus jedem Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand wird jeweils ein Vertreter in die Steuerungsgruppe entsandt. Dazu kommen ein Vertreter der Zentralrendantur, Pfarrer Robert Mensinck als Moderator des Fusionsprozesses und Pastoralreferent Richard Schu-Schätterals Vertreter der Pastoralreferenten. Die Steuerungsgruppe trifft keine endgültigen Entscheidungen. Sie erarbeitet jedoch Vorschläge, die sie an die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte weiterleitet. Die Fachstelle Gemeindeberatung hat zugesagt, die Steuerungsgruppe durch zwei Mitarbeiter zu begleitenund zu beraten. Ein erstes Treffen der Steuerungsgruppe ist für den 15. März 2010 terminiert.

Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstand

Die gewählten Vertreter der vier Gemeinden sollen das Heft des Handelns in der Hand behalten. Die Steuerungsgruppe erarbeitet Vorschläge, über die in den gewählten Gremien diskutiert und abgestimmt werden kann. Um eine möglichst zeitgleiche Beratung der anstehenden Themen zu gewährleisten, wurden die Sitzungstermine für die Pfarrgemeinderäte zeitlich aufeinander abgestimmt.

Regionales Dienstgespräch

Im regionalen Dienstgespräch treffen sich wie gewohnt die Pfarrer und Pastoralreferente nder vier Gemeinden, um pastorale (Alltags-)Fragen zu erörtern. Mit Blick auf den Fusionsprozess versteht sich das regionale Dienstgespräch als Zuarbeiter für die Steuerungsgruppe.

Vorgaben des Bistums

Die neue Pfarrgemeinde wird einen gemeinsamen Kirchenvorstand, einen Pfarrgemeinderat, einen leitenden Pfarrer und eine Pfarrkirche haben. Die Fachstelle Gemeindeberatung rät (aufgrund der Erfahrungen in anderen Fusionsprozessen) dazu, die (kirchen-)rechtlich notwendigen Schritte für die Fusion nicht früher als ein Jahr vor dem Fusionstermin in Angriff zu nehmen.

Patronat/Pfarrkirche

Eine der vier jetzigen Pfarrkirchen wird Pfarrkirche, die anderen Pfarrkirchen werden zu Filialkirchen der neuen Pfarrgemeinde. Bischof Genn hat zur Wahl der Pfarrkirche und zur Namensgebung im letzten Jahr Kriterien erlassen. Zum einen soll zur besseren Orientierung der Name der Gemeinde mit dem Patrozinium der neuen Pfarrkirche identisch sein. Zum anderen soll die Wahl der Pfarrkirche und des Namens sowohl der Geschichte als auch der Zukunft der neuen Gemeinde gerecht werden. In keinem Fall soll die Namenswahl eine Kompromisslösung aus einer aktuellen Konfliktlage heraus sein. Aus diesem Grund nimmt der Bischof Vorschläge der Gemeinden entgegen, behält sich aber vor, die Entscheidung persönlich zu fällen.

Einrichtungen und Personal

Von Seiten des Bistums gibt es die Auskunft, dass in der neuen Gemeinde mittelfristig zwei Pfarrer und zwei PastoralreferentInnen eingesetzt sein könnten. Allerdings ist diese Zahl keine endgültige Festlegung. Mit Blick auf die verschiedenen Einrichtungen, Immobilien und Angestellten der Kirchengemeinden gibt es zur Zeit noch keinerlei Vorgaben, Entscheidungen oder Vorüberlegungen für die neue Gemeinde.

Eine Gemeinde an verschiedenen Orten

Das Zusammenwachsen der vier Gemeinden ist ein Einschnitt, der manches verändern wird, aber nicht alles. In den kommenden Monaten und Jahren wird es darum gehen, Ideen und Visionen zu entwickeln, wie die katholischen Christen in Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck zu einer Gemeinde zusammenwachsen können ohne ihr lebendiges Profil vor Ort zu verlieren. Bei der Ankündigung der Fusion sprach der damalige Weihbischof Overbeck davon, dass die Gemeinden St. Agatha, St. Bernhard, St.Ida und St. Nikolaus hinsichtlich ihrer Tradition, Herkunft und Sozialstruktur sehr unterschiedlich seien. Für Münster Süd-Ost könne er sich vorstellen, dass die jetzt vier Gemeinden eine neue Gemeinde mit unterschiedlichen Schwerpunkten bilden. Dafür sei aber das Bewusstsein notwendig, dass man auch auf diese Weise Gemeinde sein kann. Für die Fusion gibt es viele offene Fragen in den nächsten Monaten und Jahren zu klären. Die hier zusammengestellten Informationen sind sicher nicht vollständig, und im laufenden Prozess wird sich manches noch ändern. Wir hoffen, dass die anstehenden Beratungen und Entscheidungen von möglichst vielen Gemeindemitgliedern mitgetragen werden und vertrauen darauf, dass Gottes Geist uns auf unserem Weg begleitet.


Seite 621, Letzte Änderung:4.08.2011 
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2007 St. Nikolaus Wolbeck